In 13 Tagen

Così fan tutte - ossia La scuola degli amanti - Premiere

Auf einen Blick

„So machen es alle!“, klärt Don Alfonso seine Freunde Ferrando und Guglielmo über die Untreue der Frauen auf – auch ihre Verlobten Dorabella und Fiordiligi bilden da keine Ausnahme. Die jungen Männer weisen dies empört zurück und nehmen die Wette an: Sie versuchen verkleidet die Verlobte des jeweils anderen zu verführen. Was als leichtfertiges Experiment und erotisches Spiel beginnt, wird zunehmend bitterer Ernst …


Wolfgang Amadeus Mozart und sein Librettist Da Ponte sezieren in der „Schule der Liebenden“, wie ihr letztes gemeinsames, 1790 in Wien uraufgeführtes Werk im Untertitel heißt, das Phänomen der Liebe im Spannungsfeld von Verrat und Treue, Selbstaufgabe
und Freiheit. Mozarts Musik dringt dabei schonungslos unter die Oberfläche der Figuren und legt deren Gefühlsverwirrungen in diesem Spiel zwischen Wahrheit und Lüge offen. Dieser Doppelbödigkeit des Spiels und der „aufklärerischen Brutalität des Durchschauens“ gehen auch Dominik Wilgenbus, der zuletzt u.a. mit viel Charme und Humor „Der Vetter aus Dingsda“ am Volkstheater Rostock und „Zaira“ am Stadttheater Gießen inszenierte und seine Ausstatterin Sandra Münchow nach: „Wie schwach und verachtenswert der Mensch auch sei – er kann, will und muss lieben. So weit, so unklar, so Così“, meint Wilgenbus.


In prächtigen, teils beinahe rokokoartigen Kostümen entfalten die vier Liebenden – Rannveig Káradóttir als Fiordiligi, Kora Pavelić als Dorabella, Daniel Carison als Guglielmo sowie Peter Aisher als Ferrando – einen Strudel der Leidenschaften, dem sich niemand entziehen kann. Michael Lion schlüpft in die Rolle des zynischen Drahtziehers Don Alfonso, während Dimitra Kotidou als gewitzte Kammerzofe brilliert.

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