In 16 Tagen

Die spanische Stunde / Das Kind und der Zauberspuk - Matinee

Auf einen Blick

Matinee zum Ravel-Doppelabend "Die spanische Stunde / Das Kind und der Zauberspuk":

Einmal in der Woche schlägt für Concepción die „spanische Stunde“. Während ihr Mann, der Uhrmacher Torquemada, abwesend ist, trifft sie sich mit ihrem Liebhaber Gonzalve. Diesmal werben jedoch gleich drei Männer – Ramiro, Gonzalve und Don Inigo – um ihre Gunst. Concepción versteckt sie abwechselnd in den Standuhren, die sie in ihr Schlafzimmer tragen lässt – stets besorgt um den „Mechanismus des Pendels“ … Das erste Bühnenwerk des französischen Komponisten Maurice Ravel (1875-1937) ist ein komödiantisches Meisterstück voll erotischer Anspielungen und Situationskomik. Die Musik Ravels – der auch den berühmten „Boléro“ schuf – entzündet ein wahres Feuerwerk an spanischem Lokalkolorit und Esprit.

Ganz anders hingegen seine 1925 uraufgeführte Oper „Das Kind und der Zauberspuk“: Darin lässt ein Kind, das von der Mutter bestraft wird, seine Wut an den Tieren und dem Mobiliar aus. Doch wie in einem Albtraum erwachen die beschädigten Gegenstände plötzlich zum Leben und begehren gegen das Kind auf … Basierend auf dem Libretto der Autorin Colette schuf Ravel eine Kammeroper mit filigranen, beinahe magischen Orchesterklängen, in der sich bedrohlich-düstere und komische Szenen abwechseln.

Tibor Torell, der zuletzt mit „Neues vom Tage“ seinen Sinn für Humor bewies, entwickelt mit Nicola Reichert, die u. a. die Kostüme für den „Ring des Nibelungen“ an der Oper Leipzig gestaltete, einen Doppelabend voll absurd-witziger, poetischer und (alb-)traumhafter Momente. Zugleich hat der neue Generalmusikdirektor Daniel Carter bei seiner ersten Opernpremiere die Möglichkeit, mit allen Mitgliedern des Opernensembles zusammenzuarbeiten.

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