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Fjodor M. Dostojewskij – ein Wegbereiter der Moderne - von der Einsamkeit gesellschaftlich ausgegrenzter Individuen -

Auf einen Blick

Fjodor M. Dostojewskij gilt nicht nur als einer der bedeutendsten russischen Schriftsteller des 19. Jahrhunderts. Zweifellos ist er auch Wegbereiter der Moderne, dessen literarischer Einfluss bis in unsere Gegenwart hinein spürbar ist. In seiner Großstadtprosa verdichtet er die Einsamkeit gesellschaftlich ausgegrenzter Individuen, deren Verzweiflung an der sich immer schneller und skrupellos entwickelnden Welt hörbar gemacht wird. Diese minuziös porträtierten Charaktere von Vergessenen und Ausgegrenzten, von Erniedrigten und Beleidigten, dominieren die dialogisch gestaltete Prosa Dostojewskijs, die die Leser*innen in eine vielstimmige Welt mit all ihrer widersprüchlichen Meinungsvielfalt eintauchen lässt und die das Mitgefühl mit dem scheinbar ganz anderen Mitmenschen wecken. Geprägt von seiner Verbannung nach Sibirien verarbeitet Dostojewskij in seinem Spätwerk Fragen von Schuld, Sühne, Zweifel, Glaube und Bekenntnis, aber auch nach den Möglichkeiten irdischer Utopie und Frieden, womit er jene allgemeingültigen Themen ins Zentrum seiner Romane stellt, die auch unsere Gegenwart betreffen.

Referentin. Katarina Shekutkovska, M.A.

Lesung: Landestheater Coburg

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