© Rainer Brabec

Neuigkeiten aus Coburg

Coburg – Kunst und Historie, Design und Lebensart

Panoramasicht auf die Veste Coburg bei herrlichem Sonnenuntergang.

„So viel Kultur auf kleinem Raum”, „prall gefüllt mit Geschichte“, „ein Treffpunkt für Kreative“ – diese Kommentare gelten nicht etwa Hamburg oder einer anderen Metropole. Nein, es geht um Coburg, eine 41.000-Einwohner-Stadt im nördlichen Oberfranken, jener Region, die wie kaum eine andere in Deutschland für kulinarisches Handwerk steht. Die Hochschulstadt weiß zu begeistern und wie bei den köstlichen Spezialitäten, liegt das Geheimnis dafür in den Zutaten: Historisches und Visionäres, Anregung und Zerstreuung, stille Ästhetik und prickelnde Lebenslust – das alles hat Coburg im Überfluss. Abgerundet wird das Erlebnis Coburg durch die Einwohner, mit ihrer herzlichen Gastfreundschaft, ihrem Humor und ihrer stolzen Begeisterung für ein brutzelndes Stück Genusskultur: der Coburger Bratwurst.

Coburg – traditionell, individuell, anders

Idyllisch im Norden Bayerns gelegen, gilt Coburg als städtebauliches Schmuckkästchen mit hoher Lebensqualität und als wirtschaftliches Zentrum der Region. Das hat Tradition, denn die ehemalige Residenzstadt war über Jahrhunderte herzoglicher Herrschaftssitz und Treffpunkt des europäischen Hochadels. Die Coburger Herzöge, deren Herrschaft von 1353 bis 1918 andauerte, bescherten der Region durch ihre geschickte Heiratspolitik Einfluss in ganz Europa. Als prominentestes Paar sind hier Queen Victoria, Königin von Großbritannien, und ihr Prinzgemahl Albert von Sachsen-Coburg und Gotha zu nennen. Von diesem Glanz zeugen bis heute imposante Bauwerke: Schloss Callenberg, nordwestlich der Stadt gelegen und noch immer im Besitz der herzoglichen Familie, die Schlösser Ehrenburg und Rosenau sowie die „Fränkische Krone“, wie die stolz, hoch über der Stadt thronende Veste Coburg genannt wird. Letztere ist eine der größten und besterhaltenen mittelalterlichen Burganlagen Deutschlands. Sie beherbergt mit den Coburger Kunstsammlungen wertvolle kunst- und kulturgeschichtliche Exponate, die einst von den Coburger Herzögen zusammengetragen wurden. Historische Gemälde, Kupferstiche, Skulpturen, Waffen, Kutschen oder Münzen sind in der Ausstellung ebenso zu finden wie eine bemerkenswerte Glassammlung, die auch das bedeutendste Stück der Kollektion beherbergt: das aus dem 11. Jahrhundert stammende „Hedwigsglas“, das sich einst im Besitz Martin Luthers befand. Ergänzt wird die Ausstellung durch eine bemerkenswerte Sammlung zeitgenössischer Glaskunst, die im Europäischen Museum für Modernes Glas in Rödental zu besichtigen ist. Weitere Museen, wie das Puppenmuseum, das Naturkunde-Museum oder das Deutsche Schützenmuseum, bereichern das kulturelle Angebot in Coburg.

Ihre Internationalität hat sich die Vestestadt bis heute bewahrt. Weit über die Landesgrenzen hinaus gilt sie als ein Leuchtturm der Kreativwirtschaft. Die Hochschule zieht mit ihren sechs Fakultäten, insbesondere der für Design, Studierenden, Professoren und Experten aus der ganzen Welt nach Oberfranken, was maßgeblich zum lebhaften Flair der Stadt beiträgt. Das findet sich nicht zuletzt im prall gefüllten Coburger Veranstaltungskalender wieder. Ein echter Meilenstein sind die Coburger Designtage, die jährlich auf dem Hochschulcampus und dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs stattfinden.

Hochkarätige Veranstaltungen

Bei so viel Kunstsinn ist es nicht weiter verwunderlich, dass auch Musik, Tanz und Schauspiel hier mehr als eine außerordentliche Bühne finden. Das Landestheater, ein Dreispartenhaus mit Musiktheater, Schauspiel und Ballett, wird von Einheimischen und Besuchern gleichermaßen gerne besucht. Darüber hinaus bereichern vielfältige Veranstaltungen das gesellschaftliche Leben der Stadt. Es gibt Konzerte von Klassik bis Pop, darunter das hochkarätige HUK-Open-Air mit seinem außergewöhnlichen Ambiente auf dem Schlossplatz, saisonale Märkte mit Live-Musik und Kleinkunst und nicht zu vergessen: das größte Samba-Festival außerhalb Brasiliens. Jedes Jahr am zweiten Juli-Wochenende lockt das dreitägige, rhythmisch-bunte Spektakel hunderttausende Besucher in die Vestestadt. In diesen Reigen gesellen sich auch die weithin bekannte Coburger Museumsnacht, der stimmungsvolle Weihnachtsmarkt und die „größte Gourmetparty Nordbayerns“, das Schlossplatzfest.

Eingebettet in die Genussregion Oberfranken – berühmt für ihre enorme Dichte an Brauereien, Metzgereien und Bäckereien – spielen das kulinarische Handwerk und der Genuss auch im Coburger Alltag eine zentrale Rolle. Das zeigt sich in der lebhaften Gastro-Szene, die neben internationalen Genüssen auch moderne, von den aktuellen Trends inspirierte Küche bietet und gleichzeitig viel Regionales auf die Teller zaubert. Wer die typischen, lokalen Spezialitäten kennenlernen möchte, sollte zum Beispiel den „Coburger Rutscher“ probieren, eine besondere Variante des Kartoffelkloßes – auch zu kosten auf dem Coburger Klößmarkt. Zum Nachtisch verführt dann ein „Coburger Schmätzchen“, eine Lebkuchenspezialität, die es seit dem 19. Jahrhundert nur in Coburg gibt. Kein Weg führt derweil an der Coburger Bratwurst vorbei. Mit deren Rezeptur nehmen es die Einheimischen sehr genau. Sogar ihre Länge ist festgelegt, nachzuschauen auf dem Giebel des Rathauses, wo das „Bratwurstmännle“ steht. In seiner rechten Hand hält es einen Marschall-Stab, der als offizielles Bratwurstmaß gilt. Eine Legende zwar, denn tatsächlich ist es der Heilige Mauritius – Coburgs Stadtpatron und einst römischer Legionär und Märtyrer –, der dort oben wacht, aber die Coburger lieben nun mal ihre Bratwurst und damit auch ihr „Bratwurstmännle“.

Eine wichtige Rolle in Sachen Lebensqualität spielen auch die Coburger Parks und Gärten. Sie stammen ebenfalls aus der Herrschaftszeit der Herzöge und bieten reichlich Raum für Erholung und Naturgenuss. Zu ihnen zählen der weitläufige Hofgarten, der zu einem Spaziergang vom Schlossplatz bis hinauf zur Veste einlädt, oder der Coburger Rosengarten. Letzterer beherbergt auch das Coburger Kongresshaus, das eine professionelle Plattform für Veranstaltungen, Messen und Tagungen auf internationalem Niveau darstellt. Schon der junge Prinz Albert spielte im Callenberger Forst; in dessen unmittelbarer Nähe, am Goldbergsee, können in einem Schutzgebiet zahlreiche einheimische Vogelarten beobachtet werden.

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