© Rainer Brabec

Neuigkeiten aus Coburg

200 Jahre Doppelherzogtum Sachsen-Coburg und Gotha und die herzoglichen Hoflieferanten

Ein Herzog, zwei Residenzen und ein Name, der bis heute weit über Franken und Thüringen hinausstrahlt: Vor 200 Jahren entstand 1826 durch eine Erbteilung das Herzogtum Sachsen-Coburg und Gotha.

Unter Herzog Ernst I. von Sachsen-Coburg-Saalfeld verbanden sich Coburg und Gotha zu einem Doppelherzogtum. Das Jubiläumsjahr 2026 rückt diese besondere Geschichte mit Ausstellungen, Führungen und Veranstaltungen in den Mittelpunkt und macht erlebbar, wie sehr die herzogliche Vergangenheit Coburg bis heute prägt. Denn die Geschichte des Herzogtums zeigt sich nicht nur in Schlössern, Sammlungen und bedeutenden Persönlichkeiten. Auch in der Coburger Innenstadt lassen sich bis heute Spuren höfischer Kultur entdecken: in traditionsreichen Geschäften, Manufakturen und Genussadressen, die einst als herzoglich-sächsische Hoflieferanten besondere Privilegien genossen.  

Jubiläumsjahr 2026: Coburg und Gotha feiern 200 Jahre Doppelherzogtum 

Im Zentrum des Jubiläums steht die Gründung von Sachsen-Coburg und Gotha im Jahr 1826. Anlass war eine Neuaufteilung der Gebiete nach dem Tod Herzog Friedrichs IV. von Sachsen-Gotha-Altenburg. Herzog Ernst I. erhielt dadurch zwei rund 80 Kilometer voneinander entfernte Residenzen beiderseits des Thüringer Waldes: Schloss Friedenstein in Gotha und Schloss Ehrenburg in Coburg. Mit den Residenzen verbunden waren Sammlungen, Bibliotheken, Archive und später auch eigene Theaterbauten.

Die Kunstsammlungen der Veste Coburg widmen dem Jubiläum vom 22. Mai bis 20. September 2026 die große Ausstellung „Coburg | Gotha | 1826. Ein Herzog. Zwei  Residenzen.“ Die Schau zeichnet ein facettenreiches Bild des ungewöhnlichen Herzogtums – von Macht und Repräsentation über Reformwillen und Widerstände bis hin zu einer Epoche im Umbruch. 

Auch in der Coburger Altstadt wird das Jubiläum lebendig: Die besondere Themenführung „200 Jahre Doppelherzogtum“ lädt von April bis Oktober 2026 zu einer Zeitreise an historische Schauplätze ein. Im Mittelpunkt stehen Herzog Ernst I., seine Gemahlin Prinzessin Luise von Sachsen-Gotha-Altenburg sowie ihre Söhne Ernst und Albert. Die Führung thematisiert die Entstehung des Doppelherzogtums ebenso wie die internationale Bedeutung des Herzogshauses, die sich insbesondere in der Verbindung von Prinz Albert und Queen Victoria widerspiegelt. 

Herzogliche Spuren in der Innenstadt: Coburgs Hoflieferanten 

Passend dazu lassen sich bei einem Spaziergang durch die Innenstadt auch jene Orte entdecken, an denen Coburgs Genussgeschichte bis heute lebendig geblieben ist. Viele traditionsreiche Geschäfte erzählen von der engen Verbindung zwischen herzoglichem Hof, regionalem Handwerk und kulinarischer Spezialität – darunter ehemalige 
Hoflieferanten, deren Namen noch heute fest zum Stadtbild gehören. 

Mitten in einer verwinkelten Altstadtgasse liegt Wein Oertel, eine seit 1874 bestehende Weinhandlung. Seit 1898 lagern Wein, Sekt, Champagner und weitere Spezialitäten in Kellergewölben im ehemaligen herzoglichen Zeughaus. Die Familie Oertel, selbst ehemaliger Hoflieferant, führt die Weinhandlung inzwischen in fünfter Generation. 

Eine süße Coburger Tradition verkörpert die Manufaktur Feyler: 1892 gründete Bäckermeister Wilhelm Feyler in der Rosengasse 6 seine Feinbäckerei, 1907 wurde er zum Hoflieferanten ernannt. Die Schmätzchen und Meisterlebkuchen waren weit über Coburg hinaus bekannt und wurden auf Weltausstellungen in Berlin, Brüssel und Paris mit Goldmedaillen ausgezeichnet. Heute bieten seine Nachfahren die Spezialitäten in vierter Meistergeneration an. 

Auch die Konditorei & Kaffeerösterei Schubart zählt zu den traditionsreichen Coburger Adressen. Aus der Konditorei der Familie Schubart und ihrer Kaffeestube entstand später ein Kaffeehaus, das zeitweise sogar zum Konzertcafé avancierte. Zu den bekannten Spezialitäten gehören die Coburger Busserl aus Honigteig. Als Hoflieferant ab 1904 entwickelte sich der Familienbetrieb über die Jahrzehnte stetig weiter; heute befinden sich mehrere Schubart-Filialen im Stadtzentrum. 

Ein weiteres Stück herzoglicher Genussgeschichte verbirgt sich hinter den historischen Mauern der Hof-Apotheke. Dort rankt sich die Überlieferung um einen unterirdischen Gang, der einst bis zur Veste Coburg geführt haben soll. Bei Grabungsarbeiten tauchte zudem ein Rezept für einen Likör auf, der seither nach dieser Anleitung als herzoglicher Hof-Likör hergestellt wird – süß und mit kräftig-würzigem Aroma. 

Geschichte erleben – und verkosten 

Wer die herzoglichen kulinarischen Spuren der Stadt in einer geführten Tour erleben möchte, kann Coburg im Rahmen der Stadtführung „Coburg kulinarisch“ entdecken. Die 90-minütige Genusstour verbindet Geschichten zur Vergangenheit und Gegenwart besonderer Coburger Geschäfte mit verschiedenen Kostproben. Noch bis Ende Oktober wird die Führung jeden Samstag angeboten. Die Teilnahme kostet inklusive Verkostung 16 Euro pro Erwachsenen, Jugendliche unter 18 Jahren zahlen 8 Euro. Eine Voranmeldung ist erforderlich. 

Ergänzend dazu bietet die „Feierabendtour“ einen kurzweiligen Rundgang durch Coburgs reizvolles Stadtbild. Sie findet ebenfalls noch bis Ende Oktober immer dienstags abends statt, dauert etwa eine Stunde und eignet sich für alle, die die Vestestadt nach der Arbeit oder am Abend entdecken möchten. 

Hinweis für Journalisten: 

Die Pressemitteilung als PDF und druckfähiges Bildmaterial zur redaktionellen Verwendung finden Sie hier: 
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Über Coburg und Coburg.Rennsteig 

Idyllisch im Norden Bayerns gelegen, gilt Coburg als städtebauliches Schmuckkästchen mit hoher Lebensqualität. Die ehemalige Residenzstadt war über Jahrhunderte herzoglicher Herrschaftssitz und Treffpunkt des europäischen Hochadels. Von diesem Glanz zeugen bis heute imposante Bauwerke wie die Veste Coburg und Schloss Ehrenburg. Zwischen der Vestestadt und Deutschlands beliebtem Höhenwanderweg, dem Rennsteig, erstreckt sich eine Urlaubsregion in wunderschöner Natur. Die vielfältigen touristischen Angebote von Coburg.Rennsteig reichen von Outdooraktivitäten über kulturelle Highlights wie Schlösser und Burgen, mittelalterliche Städte und erstklassige Veranstaltungen bis zu Gesundheit und Wellness. Zu den Besonderheiten der Region zählen kulinarische Spezialitäten sowie die jahrhundertealten Traditionen im Spielzeug- und Glashandwerk. Inspirationen für einen Urlaub in Coburg und der Region finden sich unter www.coburgmarketing.de und www.coburg-rennsteig.de.  

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